Karlsruhe - ZKM - 17./18.3. 2017

 

Die ersten Zeilen, der legendären scroll, die mich selbst heute noch elektrisieren. Neben "Tom" und "Huck" und "Tortilla Flat" sind "Dean & Sal" die tollsten Jugendbücher für mich. Mark & John & Jack haben mir ein Bild der Welt geliefert, das tief in mir verwurzelt ist.

 

Endlich

 

Eigentlich hatte ich mich fast schon damit abgefunden, dass ich die "scroll"  vom guten alten Jacky persönlich nie zu Angesicht bekommen würde. Seit gut 15 Jahren bin ich hinter ihr her. Mein großer Traum war ja immer, dass wir die scroll zum Literaturfestival "sprachsalz" nach Hall bringen könnten. Was hab ich da nicht alles unternommen. Auch für das sprachsalz Pforzheim gab es Versuche. Alles erfolglos. Und jetzt liegt dieses Monument der Beats in Karlsruhe.

 

 

 

 

Zwei Tage in Karlsruhe wegen der Beat Ausstellung im ZKM, die sehr gut zusammengestellt ist. Interessanterweise war ich beide Tage der einzige Besucher bei der Exhibition. Das hat mich sehr überrascht.  Aber da bin ich wieder einmal völlig daneben gelegen. Was solls. So hatte ich die Artefakte jener Bewegung, die mich sehr geprägt hat, ganz für mich. Auch schön. Leider ist es mir in den letzten 15 Jahren nie gelungen, die scroll zu uns zu bringen, aber wie ich sehe, interessiert diese und die Geschichte dazu ohnehin kein Schwein. Jedenfalls ein Hoch auf Jim Irsay, ja wer ist Jim Irsay, das will ich jetzt gar nicht verraten. 

März 2016 - Wien

Wieder in Wien

Mit Anfang März ist - man könnte auch sagen - eine "Rückkehr" nach Wien vollzogen worden. Im Jahr 1979 bin ich, nicht weit vom jetzigen Wohnort (Clemens Hofbauer Platz 8) das erste Mal nach Wien übersiedelt. Nach unruhigen Jahren daheim in Zirl, war es damals höchste Zeit für eine Luftveränderung. Meine Eltern unterstützten mich und auch meine damalige Freundin Sabine, damit ich damals einigermaßen über die Runden kam. Die Eltern hofften, dass ich in Wien mein Studium weiterführen und vor allem abschließen würde, aber ich hatte nichts anderes im Kopf als als Schriftsteller einen Platz zu finden. Ich hatte schon ein paar Publikationen in Magazinen und im ORF und als ich damals in Wien ankam, war ich durch und durch begeistert von der Szene auf die ich traf. Mehrmals die Woche besuchte ich Dichterlesungen, vor allem in der Alten Schmiede. Junge Schriftsteller lernte ich kennen, mit dem Manfred Maurer zog ich durch die Beisl, Antonio Fian wohnte nicht weit von mir in der Kalvarienbergstraße und ich traf die "Kärtner Abordnung" im Pfundner - einem Beisl in der Taubergasse. Dort wurde geschnapst (ich war nur Beisitzer) und am Wochenende pilgerten wir auf den Sportclubplatz, zumal damals auch noch der SV Spittal in der Bundesliga kickte und die Dornbacher natürlich auch. 
Über Gustav Ernst und Josef Haslinger kam ich in den Dunstkreis des Wespennests und über Gerhard Jaschke in die Nähe von Freibord, wo ich auch Autoren wie Inge Wald, Camillo Schäfer (Altenberg-Bio) und Hermann Schürrer traf. Schürrer war ein begnadeter Biertrinker und Rabauke, der gerne bei Lesungen dazwischen rief und seine Kommentare losließ, die zumeist bissig und voll Verachtung waren.
Eine meiner ersten Veranstaltungen, die ich damals besuchte, war eine Buchpräsentation vom Wagenbach Verlag im Zwanzgerhaus. Gustav Ernst, den ich noch nicht persönlich kannte, hatte eine Österreich-Anthologie herausgegeben. Rot-ich-weiß-rot. Im Zwanzgerhaus fand eine große Lesung statt und ich entdeckte jede Menge an Autoren, die ich von den jeweiligen Literaturmagazinen, die ich damals alle abonniert hatte. Es war eine tolle Veranstaltung. Aus welchen Gründen auch immer besorgte ich mir das Buch aber nicht und erst viel später erfuhr ich, dass ich in dieser Anthologie mit einem Kurzgedicht vertreten war. Es war vorher im Fenster erschienen und Gustav hatte es einfach übernommen, ohne mich zu informieren. Später redete ich Gustav darauf an und er meinte, warum hast du nichts gesagt, dann hättest du im Zwanzgerhaus auch lesen können. Wochen später erhielt ich sogar ein Honorar und so war mein Einstand in Wien recht vielversprechend.

Ankunft in Wien 1979

Als meine Freundin Sabine und ich im Spätsommer in Wien eintrudelten, hatten wir noch keine fixe Unterkunft. Meine Freundin konnte bei ihrer Schwester und deren Mann in der Grohgasse unterkommen. Ich hatte einige Adressen von Freunden, die mir vorübergehend Unterschlupf anboten. Sabine hatte den Sommer über fleißig im elterlichen Gasthof gearbeitet und ihr Vater hatte ihr auch einen alten gebrauchten grünen VW 1300 geschenkt, mit dem wir die Reise antraten. Wir hatten alles, was wir für Wien benötigten darin verstaut (Bett, Kleidung, Schreibmaschine, etc...) und das Auto in der Grohgasse abgestellt. Am zweiten oder dritten Tag, als ich zum Auto kam, stand die rechte Autotür offen und das Auto war mehr oder weniger ausgeräumt. Das Bett ließen sie drinnen. Wir gingen zur Polizei, um den Diebstahl zu melden und die beiden netten Beamten schauten uns wie Hinterwäldler - die wir auch waren - an, machten sich aber die Mühe den Tatort mit uns zu besichtigen. Ein Polizist "sicherte" den Ort ab (er rauchte mal eine Zigarette), der zweite schaute sich die Sache näher an. Er saß bei offener Tür am Vordersitz, ich stand daneben und nachdem er eine Zeitlang den Innenraum begutachtet hatte, meinte er zu mir trocken aber sehr verständnisvoll: "Das waren Profis, die dawisch ma nimma mehr." 

Damals gabs schon den Flohmarkt am Naschmarkt und ich ging am Samstag da hin und unglaublicherweise entdecke ich unter dem ganzen Gerümpel meinen Kassettenrecorder und Radio wieder. Der Verkäufer war ein Ungar und ich klärte ihn auf, dass mir diese Sachen gestohlen wurden und er schien mir auf der Stelle zu glauben, denn er drängte mir beides geradezu auf. So hatte ich wieder etwas von meienr Ausstattung.

Wohnungssuche 1979

Über einen Bekannten bekamen wir eine Adresse von einem Pfarrer am Clemens Hofbauer Platz, bei dem wir uns wegen einer Wohnung in Wien melden sollten. Dieser Herr war sehr zuvorkommend und vermittelte uns eine Adresse auch am Clemens Hofbauer Platz. Es handelte sich um Herrn Dlouhy, der hier auch eine Installationsfirma betrieb. Er war für mich der erste echte Wiener, der meinem Klische entsprach. Jedenfalls sagte er, dass er eine kleine Wohnung am Hofbauer Platz 8 frei hätte, das einzige Problem wäre, dass die Wohnung momentan eine Baustelle wäre. Es würde noch einige Wochen in Anspruch nehmen, bis diese fertig wäre. Wir wollten unbedingt die Wohnung, die für unsere Verhältnisse recht günstig war. Er fragte uns, wo wir in der Zwischenzeit wohnen würden. Sabine bei ihrer Schwester, ich quer durch die Stadt. Das schien ihn doch etwas zu berühren und er machte mir den Vorschlag, dass er im dritten Stock eine leere Wohnung hätte, halt ohne Wasser, ohne Licht, ohne Heizung und Klo am Gang. Aber er war bereit mir diese kostenlos zur Verfügung zu stellen, bis dann unsere eigene fertig renoviert wäre. So kam ich zu meiner ersten Unterkunft in Wien und ich war - trotz der spartanischen Einrichtung - hellauf begeistert. Endlich einen Platz. Ich besorgte mir einigen Kleinigkeiten und natürlich brauchte ich eine Matratze zum Schlafen. Diese besorgte ich mir in einem Geschäft am Gürtel und mit dieser Matratze fuhr ich mit der Straßenbahn in meine Wohnung. Dazu kam das Bett, das noch im Auto verstaut war und so hatte ich für die nächsten Wochen eine Schlafstelle. Herrlich.

Clemens Hofbauer Platz 8/14

Schließlich konnten wir unsere Wohnung am Clemens Hofbauerplatz 8/14 beziehen. Es war eine Zimmer/Küche Angelegenheit. Im Eingang war die Küche und die Dusche und das Klo war am Gang. Kosten 2.000,-- Schilling. Nicht gerade geschenkt, aber zumindest hatten wir eine Unterkunft. Und damit waren wir sehr glücklich. Ich inskribierte auch Germanistik und Publizistik, besuchte Vorslesungen und Proseminare, machte einige Scheine. Meine Eltern unterstützten mich finanziell. Sabine hatte den ganzen Sommer über im elterlichen Wirtshaus gearbeitet und fuhr immer wieder für ein paar Tage, wenn Not am Mann war, nach Tirol, um bei ihren Eltern auszuhelfen. Bei der ersten solchen Fahrt nach Tirol "explodierte" übrigens auch ihr Auto auf der Autobahn in der Nähe von Amstetten, musste abgeschleppt werden und das Auto, für das wir ohnehin kein Geld hatte,n war Geschichte.

Ich war ja unter anderem auch aus Zirl weg nach Wien, weil mir dort das Leben mit meinen Freunden, großartige tolle Burschen, zu heavy wurde. Alle waren Alkoholiker und die Drogen waren auch mit im Spiel. Bei Drogen hatte ich immer Respekt, ich meine die härteren Drogen. Gras, Marijhuana bedeutete mir nichts und ich nannte es immer Kichergras und bei mir hatte das keine Wirkung.

Runden am Postsportplatz

Wien hatte für mich auch den Vorteil, dass in mir meine alte Fußballerseele erwachte. Nicht weit von der Wohnung war der Postsportplatz mit einer Aschenbahn und die nützte ich fast täglich, oft zweimal, um meine Runden zu drehen. Das tat sehr gut. Das literarische Programm in Wien war für mich richtig erregend. Endlich konnte ich jede Menge Autoren kennen lernen, die ich zum Großteil schon aus Magazinen oder von Büchern kannte. Wichtigste Adresse war damals die Alte Schmiede, wo oft Lesungen vor fünf sechs Leuten stattfanden und wo man nachher mit den Autoren auf ein Bier gehen und Kontakt mit diesen aufnehmen konnte. Das war für mich großartig. Ich schrieb damals an einem Roman, völlig ins Blaue hinein, ohne mich um eine Publikation bei einem Verlag zu kümmern. Es gab vereinzelt Publikationen in Literaturzeitschriften (cheek to cheek, Wespennest, Rampe, protokolle  etc. und im ORF Tirol), aber das machte das Kraut nicht fett. Trotzdem war ich völlig überzeugt, dass es als Schriftsteller hinhauen würde. Woher ich dieses Selbstbewusstsein hatte, weiß ich nicht. Trotzdem war es für mich eine wunderbare Zeit, Schreiben, ein wenig Universität, joggen und abends Literatur. Auch wenn ich selten Geld hatte, ließ es sich so aushalten. Einen Dämpfer gabs dann gleich einmal auf der Universität. Beim Proseminar "Grammatik" fiel ich zweimal hintereinander durch, nachdem ich in diesem Fach schon einmal in Innsbruck gescheitert war. Das traf mich schwer. Nach dieser Info, ging ich zuerst einmal in das kleine Cafe im NIG und bestellte mir - obwohl es Vormittag war - gleich eine Flasche Bier und das sollte nicht die einzige an diesem Tag sein. 

Überhaupt trank ich damals, vor allem in Autorenrunden jede Menge, weil ich auch die Ansicht hatte, dass man als Schriftsteller saufen müsse. Ich konnte - geschult von meinen Freunden in Zirl - eine Menge vertragen und die Leute in Wien staunten nicht schlecht. Einige waren davon richtiggehend beeindruckt, andere verachteten mich dafür, wie die Frau von None Fian, die nicht wollte, dass ich mit ihm beisammen war (er war auch begandet beim Trinken, damals), sondern dass er zuhause schreiben sollte. Sie war ja Bibliothekarin und brachte anscheinend das Geld nach Hause, während wir nachmittagsweise beim "Pfundner" saßen und uns immer wieder vollaufen ließen.

Staatsstipendien

Eine besondere Nähe - auch durch das Trinken - entwickelte sich zwischenb Manfred Maurer und mir. Er war um einige Jahre jünger als, kam als Jungspund aus Steyr mit seiner Freundin, war das Kind einer alleinerziehenden einfachen Frau und er hatte materiell eine harte Zeit. Aber er schrieb fleißig und gute Texte und sollte bald bei einem Verlag unterkommen und auch bald kleinere Preise und auch Stipendien bekommen. Der Erhalt eines "Staatsstipendiums" entbehrte nicht einer bestimmten Pikanterie. Solange ich Manfred kannte - er war ein großer, schlacksiger, gutaussehender, intelligenter Bursche - hatte er Beziehungsprobleme. Beziehungen schienen für ihn ausschließlich Probleme zu bedeuten. Damals trafen wir uns immer wieder zu Gesprächen bei Gustav Ernst und seiner damaligen Frau in der Josefstädterstraße. Da gings immer recht heftig zu, erinnere ich mich heute, obwohl ich höchstens zwei bis dreimal dabei war. Jedenfalls passierte es, dass sich die Freundin von Manfred in Gustav verliebte, etc... mit dem ganzen Programm. Jedenfalls hatte es schließlich auch etwas Gutes, dass Manfred bald darauf ein Staatsstipendium erhielt, was für ihn überlebenswichtig war. Zum Glück saß Gustav in der Jury, was sicher auch mithalf, obwohl die Texte von Manfred diese Hilfe ohne diesen delikaten Hintergrund nicht notwendig gehabt hätte. 

Geld war immer ein Thema. Auch zwischen Sabine und mir und sie forderte mich mehrmals völlig zurecht auf, dass ich mir eine Arbeit suchen sollte, damit ich endlich ein selbstverdientes Einkommen hätte. Sie hatte ja recht. Drum bemühte ich mich um Arbeit. Prospektverteiler und Ansuchen bei Zeitungen als Redakteur. Prospektverteiler brachte nicht viel ein. Als Redakteur war ich nicht gefragt. Natürlich suchte ich auch um ein Nachwuchsstipendium (damals gabs solche auch für unter Dreißigjährige), aber es gab nur Ablehnungen. 

Heirat in Ottakring

Sabine und ich hatten imgrunde eine sehr angenehme Beziehung (wenn ich einmal meine Eifersüchteleien, die mich immer wieder befiel) und so kam die Idee auf, dass wir heiraten könnten. Damals gab es für diesen Schritt (Kreisky schau herunter) noch einen Zuschuss für Paare von 15.000 Schilling. Wir meldeten uns beim Ottakringer Standesamt an und an einem Samstag fuhren wir mit der Straßenbahn zum Ottakringer Standesamt. Mein Trauzeuge war mein Freund Alois, der Gott sei Dank so klug war und für die Braut einen Blumenstrauß besorgte und Sabine hatte eine Studienkollegin dabei und so wurde geheiratet. Wir waren ein Paar von vielen. Vorherwurden wir gefragt, mit oder ohne Musik. Wir entschieden uns für ohne Musik, weil das blliger war. Verheiratet verließen wir Ottakring mit der Straßenbahn und fuhren in die Stadt, um ein Restaurant für unser Hochzeitsessen zu finden. Wir wurden fündig. Am späteren Abend verabschiedeten sich die Frauen, weil sie nach Hause wollten. Alois und ich wollten noch ein wenig durch die Gassen ziehen. Sabine war deshalb nicht sauer, obwohl wir vereinbart hatten, dass ich sie über die Schwelle tragen würde. Aber das konnte man ja noch nachholen. Mein Freund Alois, den ich von meiner Gymnasialzeit her kannte, studierte Vegterinärmedizin und war ein sehr politscher Mensch. Er stammt aus dem Zillertal. Wir kehrten, nicht weit von meinem Zuhause, in der "Kulisse" ein. Dort war gerade eine Anti Atom Strom Veranstaltung und Alois mischte sich da ein und er war als Zillertaler grundsätzlich Oppositioneller. So auch an diesem Abend. Das ging so weit, dass er schlussendlich sich mit zwei Antiatomlern anlegte und es schließlich zu einer Rauferei kam. Obwohl Alois beim Gauderfest mitgerangelt hatte und sich auskannte, was das Raufen betraf, landete er schlussendlich zwischen zwei Koloniakübeln mit einem blauen Auge. So ging mein Hochzeitstag zu Ende.

Wir hatten unsere Eltern von der Hochzeit erst am Hochzeitstag - Sabine verschickte Telegramme "just married, very happy" - bekanntgegeben. Als am Abend mein Vater von der Arbeit nach Hause kam und die Kurzmeldung las, traute er seinen Augen nicht. Sofort ging er hinüber ins Wirtshaus "Elisabeth" und zeigte es den Gästen. "Dieter, gib mir einen großen Schnaps. Den brauche ich jetzt. Lies was mein Sohn geschrieben hat. Jetzt ist er völlig übergeschnappt."

Vom Staat gabs fünfzehn Tausend Schilling und am nächsten Tag lag ein Brief vom ORF im Postkasten, wo mir mitgeteilt wurde, dass ORF Tirol ein Hörspiel von mir produzieren wird. Das bedeutete, dass es noch einmal dreißig Tausend gab. So gings uns eine Zeitlang recht gut. Damals war ich noch nicht so clever, zu überreißen, dass ich die gleiche Summe von der Verwertungsgesellschaft Literarmechana bekommen könnte, aber in Gelddingen geriet ich ganz nach meinem Vater, der mit seiner Firma in Konkurs ging.

Meine Leben in der Szene war sehr sehr spannend. Viel beisammen war ich damals mit Manfred, der inzwischen eine Beziehung mit Waltraud Haas eingegangen war. Es war eine wilde Beziehung, beide hervorragende Dichter und beide verrückt. Im Amerilinghaus gabs - ich glaub von Christa Stippinger geleitet - so ein Treffen von Autoren. Da waren wir einmal zu dritt und wir waren nciht mehr ganz nüchtern und Manfred las einen Text vor, in dem es um unangneehme Szenen einer Beziehung ging. Waltraud drehte da total durch. Die wenigen Besucher verließen das Lokal, zum Schluss waren nur noch wie drei übrig, wobei Waltraud auf Manfred losging und auf ihn einschlug. Er versuchte sie zurückzudrängen, schließlich lief sie aus dem Raum und zufälligerweise steckte der Schlüssel und sie sperrte uns ein, sodass wir durch das Fenster ins Freie kommen mussten. Waltraud war eine hübsche Erscheinung und wir waren auf der Suche nach ihr und fanden sie wild mit Händen und Beinen beim Auto stoppen, grad so als ob sie als Nutte unterwegs gewesen wäre. Wir versuchten sie einzufangen und sie zur Vernunft zu bringen. Jedenfalls zogen dann die beiden ab und ich machte mich wieder auf den Weg nach Hernals auf. 

Nach drei Jahren Wien musste ich mir etwas überlegen. Es war zwar ein schönes Dasein, aber die materielle Lage wurde immer schwieriger. Zudem wollte Sabine auch eine eigene Wohnung und sie zog auch vorübergehend aus, um glücklicherweise dann nach wenigen Tagen wieder zurückzukommen. Sabine studierte Jus, was ihr nicht gefiel. Sie wollte in eine Fachhochschule für Tourismus umzusatteln. Wir hatten auch die Idee ein kleines Lokal zu übernehmen, namen auch Kontakte auf, aber die Ablösen waren unerschwinglich. Auch hätte es Probleme mit der Konzession gegeben, aber das wäre zu lösen gewesen. Wieder einmal bewarb ich mich um ein Nachwuchsstipendium und wieder wurde ich abgelehnt. Gustav saß wieder in der Jury und er sagte mir, dass ich im Gespräch gewesen sei, dass mein eingereichter Text aber nciht als Roman durchging, sondern nur als Stoffsammlung. Das wäre zuwenig. Das traf mich hart und mehr oder weniger über Nacht entschloss ich mich, die Zelte in Wien abzubrechen. Von meinem Cousin ließ ich mir den Lieferwagen aus und gemeinsam mit Friedl und Armin nahmen wir den Transport in Angriff. Es wurde eine wilde dreitägige Sauferei in Wien, bei der wir Armin verloren, der erst kurz vor der Rückkehr wieder auftauchte. Es war das Wochenende an dem der Münchner Regisseur ... verstarb.

Jobsuche

Natürlich war die Rückkehr aus Wien und der gescheiterte Versuch sich als Schriftsteller zu etablieren mit großer Enttäuschung verbunden, sodass ich - natürlich hing das mit der Enttäuschung zusammen -, nichts mehr mit Literatur zu tun haben wollte. Dieses selbstmitleidige Gefühl entsprang einer Kränkung der Ablehnung wegen und war natürlich zutiefst lächerlich. Als wir aus Wien zurückkamen war ich bereits 29 Jahre alt, hatte keine Berufsausbildung und kein abgeschlossenes Studium. Da wurde mir so richtig klar, wie sehr ich daneben gelegen sein musste, was die vergangenen Jahre anlangte. Obwohl wir verheiratet waren, zog sie wieder bei ihren Eltern ein und ich bei meinen. Sabine wollte unbedingt eine Wohnung in Innsbruck und machte sich auf die Suche. Sie wurde auch fündig, in der Thommenstraße. Zufällig gehörte diese Wohnung einer Bekannten, sodass der Mietpreis erträglich war und keine Ablöse verlangt wurde und auch keine Kaution. Sabine arbeitete sofort wieder mit ihrer Mutter in der Küche des Gasthofes und ebenfalls beschloss sie das Studium der Rechtswissenschaften abzubrechen und das Tourismus-Kolleg zu belegen. Das dauerte zwei Jahren hätte sie dann die Konzession für die Führung eines Wirtshauses erhalten können, denn immer noch hatten wir den Plan, ein kleines Cafe irgendwann zu übernehmen. Das Problemkind war wieder einmal ich, woher sollte ich einen einigermaßen Job bekommen und das ohne Ausbildung und ohne Berufserfahrungen. Damals gabs im Innsbrucker Gemeinderat gerade eine hitzige Debatte, denn der damalige Bürgermeister Lugger wollte am Ende seiner Karriere sich unbedingt ein kleines Denkmal setzen und das war das Olympia Museum im Goldenen Dachl. Meine Mutter arbeitete ja in der Krankenkasse und sie kannte Obenfeldner, den Direktor sehr gut, der auch Vizebürgermeister der Stadt war und so kam es zu einem Deal, der mir einen Job im wahrscheinlich überflüssigsten und blödesten Museum der damaligen Welt bescherte. Ich wurde Aufseher im Olympia Museum in Innsbruck.

Olympia Museum

 

August 2014 - März 2015 Markgräflerhof Basel

Seit Sommer 2014 jetzt in Basel am Markgräfler (Foundation Rainer Bartels) als writer in residence. In der geschichtsträchtigen Unterkunft, alles traumhaft restauriert, lässt es sich wunderbar arbeiten. Im Sommer und Herbst bietet das Haus aus dem Jahre 1376 einen direkten Zugang mit Terrasse zum Rhein. Also bestens zum Dichten. Leicht euphorisch hab ich dann die ersten Wochen auch Haikus geschrieben, was ich bisher noch nie getan habe. Aus einer Laune heraus und inspiriert von der Umgebung, Rhein, Münsterplatz, Alt-Basel mit Blick auf Neu-Basel. Was mir in dieser Stadt als eines der ersten Dinge auffiel, waren die vielen Trämlis und dass es in der Altstadt kaum Autoverkehr gibt. Jedoch schießt hinter jeder Ecke ein Trämli heraus, wovor man sich sehr in Acht nehmen muss, weil die Trämlis, glaube ich, nehmen keine Rücksicht. Jedenfalls nützte ich diese für die Erkundungen der Stadt und sehr bald hatte ich - Basel ist ja  eine kleine  überschaubare Stadt - sehr bald einen ganz guten Überblick, obwohl ich mich sehr intensiv mit der Schreibarbeit auseinandergesetzt habe. Jetzt habe ich ja endlich die Zeit, mich ganz dem zu widmen. Das war ja bisher nie so richtig möglich. Jedenfalls ging bisher einiges weiter. Das Gutleben Buch - aus dem Zirl Kompendium - liegt fertig vor. Die Hauptarbeit habe ich in Basel gemacht. Zahlreiche Notizen für ein größeres neues Projekt und auch schon erste Niederschriften sind im Kasten. 
Natürlich erkunde ich die Stadt auch gastronomisch, d.h. was die Beislszene so hergibt, obwohl ich da im Vergleich zu früheren Zeiten richtig ruhig und ausgeglichen geworden bin. Aber Basel bietet ein reiches Angebot, das meinem Geschmack entspricht. Die Preislage ist hier zwar eine andere als bei uns und seit wenigen Tagen (Abwertung des Euro) ist es richtig teuer für unsereins. Essen geh ich sowieso nie, sondern koche selber. Samstags und mittwochs schaue ich ganz gern im englischen Pub im Zentrum vorbei, weil man dort live englischen Fußball geboten bekommt und dort kostet eine Halbe neun Franken, das sind jetzt neun Euro. Da schluckt man im wahrsten Sinne des Wortes. Aber es ist ein angenehmes Lokal, viel junge Leute und die meisten sprechen englisch, was mir sehr gut gefällt. Überhaupt ist die Vielsprachigkeit super. In der Rio Bar wird vorwiegend französisch gesprochen, am Christkindlmarkt italienisch und Schwyzer Deutsch ist, wie ich inzwischen gemerkt habe, auch eine Fremdsprache für mich. Jedenfalls ist die Vielsprachigkeit Traum


Während der Zeit im Markgräflerhof wollten mich sehr viele Freuznde besuchen, aber die Besuche hielten sich dann sehr in Grenzen. Mein großer Friedl und Helmuth tauchten auf und das ganz standesgemäß mit vier Paletten Dosenbier und drei Tage genossen wir ein Championship für Badmintom im Joggeli. Ich hab gar nicht gewusst, wie toll Badminton ist, was sicher auch mit den Paletten in Zusammenhang stand. 


Mit Ende März gings ans Abschiednehmen. Zwei Veranstaltungen im Markgräflerhof zusammen mit den BaldWiena Volkswaisen und Lesungen einmal von mir und das zweite Mal der grandiose Thomas Sarbacher, da gefallen einem selbst die eigenen Texte. Aber dieser Kerl liest so hervorragend, dass er das Telefonbuch vortragen könnte und das Publikum in Entzücken versetzen würde. Ohne Zweifel.


Der ultimative Abschluss war am 8.4. in Zürich mit einer wunderbaren Lesung mit ganz ganz tollem Publikum im Hotel de Theatre. Ja und dann gings ab, zurück nach Hause.


Die 8 Monate in Basel waren ein Traum. Viel ist mit der Schreiberei weitergegangen. Das Zirl Projekt ist um ein Büchlein (Max von Gutleben) reicher. Der vierte Band des "Cafe Central Dichters"  mit dem Arbeitstitel: Ich warte auf meinen Tag (der letzte Band) wurde in Angriff genommen und auch ein neues längeres Projekt wurde begonnen und daran wird jetzt fleißig weiter gearbeitet. Darum: Danke Schweiz und vor allem Danke Rainer und der Bartels Stiftung. Ich hoffe, ich darf in absehbarer Zeit wieder al meine Zelte dort aufschlagen, denn zum Arbeiten ist der Markgräflerhof und Basel eine wunderbare Gegend und Unterkunft.

USA März 2014 - New York

Besuch bei Clayton Patterson


Clayton gehört zu den wichtigsten underground filmer in den usa. Wir haben ihn in seinem Atelier in der Esses Street, südlich der Houston besucht und waren über seine Zukunftspläne überrascht. Er ist berühmt geworden durch seine Dokumentation der Riots am Tompskin Square, wo sich Anarchisten und Polizisten prügelten. Sein Material erlangte große Bedeutung bei den Prozessen. Auch ist er der Präsident der "Tatoo-Gesellschaft" in New York und da hat er auch große Verbindung nach Europa, interessanterweise nach Österreich. In Bad Ischl muss ein Tatoo-Freek (pardon - ich gehöre nicht zu dieser community) - names Josef Auer sitzen und ob sie es glauben oder nicht, Clayton ist dabei sein gesamtes Archiv nach Österreich zu verlegen, eben nach Bad Ischl. Man muss sich das vorstellen. Neben Clayton sitzt der Jungfilmer Julian Giacomuzzi und Heinz D. Heisl. Österreich wird immer mehr ein Magnet für die Welt, besonders seit die Two Austrians of Northg Beach auf die Leinwand kamen oder wohin auch immer.

Im Studio von Shalom Neuman

 

 

Zusammen mit den Unbearables hatten wir unsere erste Lesung im Studio von Shalom Tomas Neuman am 7.3.2014. Herrlicher Abend. Unter anderem mit Steve Dalachinsky (Foto), the Dynamite, wie er genannt wird und seine Frau Yuko.

In der Galerie Space WOMB

Im Space WOMB südlich der Housten hatten wir am 9.3. die zweite Lesung zusammen mit den Unbearables.

 

 

Am 12.3.2014 war es für mich ein Pflichttermin beim Haus in W 454 - 20.str. vorbeizuschauen. An diesem Tag hätte Jack Kerouac seinen 92. Geburtstag gefeiert. Hier hat er in der Zeit zwischen 1.4. - 20.4.1951 die Hauptfassung von on the road geschrieben. 

Mit Steve Dalachinsky in dessen und unserem Stammbeisl "Brooomestreetbar" am Westbroadway. Hier gibt es - nicht nur Heinz ist davon überzeugt - die besten Hamburger der Welt. Auch das Brooklyn Lager ist nicht zu verachten, wie ich bestätigen kann.

 

 

 

 

 

 Die legendäre St. Marks church in der Lower East Side, wo alle Größen des amerikanischen Undergrounds und des Beat aufgetreten sind. 

Bonny Finberg und Steve Dalachinski bei der Lesung in der Orchard Galerie. Dort staunten wir nicht schlecht, als sich herausstellte, dass der Betreiber ein waschechter Wiener ist. Zudem noch - so wie ich - ein Anhänger vom Wiener Sportklub und er war an jenem Tag untröstlich, da der Sportklub gegen Amstetten gleich vier Trümmer einfangen musste. Steve und Bonny gehören zur rührigen Künstlergruppe der Unbearables und hier ist wirklich der New Yorker Literatur-underground zuhause. 

Die stimmungsvollste Lesung gabs sicher bei den "Tribes" - einem legendären Ort in ABC City in New York. Hier hingen bis zuletzt Amiri Baraka und Lou Reed viel herum. Kein Wunder, denn die Leute und der Ort bringen einen auf Touren.

 

Die Cox Statue am Tompskin Square, ein eingefleischter Kerouac-Fan muss da hin, zumal wir ja keine fünf Gehminuten von hier wohnten.

Weils auch grad ums Eck liegt und mit der Cox Statue und dem Tompskin in Verbindung steht, machte ich auch Halt in der E 12 Nr... bei dem Haus, in dem Allen Ginsberg lebte. Lustigerweise wohnt grad zwei Häuser weiter Hannes Priesch aus Semriach in der Steiermark. Wir hatten uns seit dreißig Jahren nicht mehr getroffen, aber hier liefen wir uns über den Weg. 

New Orleans 2014

In der Carondelet ums Eck hatten wir die Wohnung
In der Carondelet ums Eck hatten wir die Wohnung

Wer nach New Orleans fährt und sich für Literatur interessiert, der wird um die Gold Mine Bar nicht herumkommen. Hier residieren Dave Brinks und seine Mutter, bzw. umgekehrt und dieser Schuppen trägt zurecht die Bezeichnung Gold Mine, so unscheinbar dieses Ecklokal im French Quarter (Gott sei Dank etwas abseits der verbrunzten, angesoffenen, angespiebenen Bourbon street) auch erscheinen mag. Hier verbrachte ich einige fast schon herzzerreißende Stunden mit Dave Brinks zusammen. Dieses Lokal hat den Charme der Fünfzigerjahre, wo sich die Besucher während der Woche vollaufen lassen, wie es halt im French Quarter (vor allem in der Bourbon) üblich ist. Donnerstags gibts dann aber immer große Sessions, Jazz, Literatur und hier sind shcon viele Größen des Beat aufgetreten, denn Dave Brinks, selbst ein großer Poet in der amerikanischen Szene, hat nicht nur einen Faible für Beat, er lebt ihn auch und ist voll besessen davon.

Die Goldschätze in der Gold Mine Bar

Am Tag bevor wir New Orleans verließen, rief mich Dave Brinks an und forderte mich auf unbedingt bei ihm in der Bar vorbeizuschauen, weil er mir seine Schätze zeigen wollte. So fuhr ich mit der street car in den French Quarter (wir hatten ein wunderbares Apartment im garden district - Traum) und Dave sperrte für mich ganz allein die Gold Mine Bar auf. Es war Nachmittag und das Lokal wurde erst am Abend geöffnet. Wir tranken ein Bierchen zusammen, Dave genehmigte sich eine Zigarette (in New Orleans rauchen sie fast überall in den Bars) und was dann kam, ließ meinen Herzschlag in die Höhe schnellen. Anfang der Fünfziger Jahre gab in New Orelans ein gewisser Brainard das Literaturmagazin Climax heraus. Die Zeitschrift und Brainard waren damals das Zentrum desjenigen, was nachher in der Kunstwelt Furore machen sollte. Er führte Briefwechsel mit allen wichtigen, damals noch zumeist unbekannten Autoren und erhielt jede Menge Texte, die er schön säuberlich in Kartons verpackte. Leider musste er sehr bald sein Avantgarde-Projekt einstellen, wahrscheinlich wegen Geldmangel, wie es halt so üblich ist. Irgendwie geriet Climax in Vergessenheit, ebenso wie die sieben Kartons und erst vor zwei drei Jahren tauchten sie wieder auf und gelangten - lb. Gott, danke für deine Gerechtigkeit in diesem Fall - in die Hände von Dave Brinks. Jetzt hat er sie bei sich zuhause verstaut und an diesem denkwürdigen legendären Nachmittag in der Gold Mine Bar saß ich auf meinem Hocker und musste mich halten, um nicht herunterzukippen, aber nicht weil ich betrunken war. Dave reichte, nein warf Briefe und Texte (alles Orignale) von Autoren wie Henry Miller, Jack Kerouac, William Burroughs, William Carlos Williams, Kenneth Rexroth, Ruth Weiss, Allen Ginsberg, Charles Bukowski und weiß der Teufel noch wen aller vor mich auf den Tresen. Max von der Grün hat ja den herrrlichen Buchtitel "Am Tresen gehn die Lichter aus" kreiiert und bei mir war grad das Gegenteil der Fall. Dave ließ mich in den Texten und Briefen "wühlen" und lesen und diese bewundern.
Er lachte sich schief, weil er meine Entrücktheit merkte und zwischendurch rief er mal kurz Ferlinghetti in San Francisco an, dem es nicht so gut ging, aber die beiden hatten ihren Spaß am Gespräch und Dave kündigte auch schon die crazy Austrians in San Francisco an und Ferlinghetti ließ mir Grüße ausrichten und ich trank darauf ein kühles Bier in der Gold Mine Bar in einem Zug aus und das war wohl eines der besten Getränke, das ich mein Lebtag zu mir genommen hatte.

Dave Brinks ist durch seine Bar materiell unabhängig und so ist es für ihn kein Problem, dass ihm für diese "Kartons" schon einige Hunderttausend Dollar geboten wurden, die er allesamt ablehnte. Denn ein Verkauf kommt für Dave nicht in Betracht, hat er mir gesagt. Er will nicht, dass dieses Material in die Hände von Akademikern fällt (die Akademiker sind ja der natürliche "Feind" aller Beats).

Dave hat mir auch zugesagt, dass er nach Hall zu sprachsalz kommen und Material mitbringen wird, das wir dann dem Publikum präsentieren können. Er ist einfach ein toller Bursche und wenn das hinhaut, dann stehe ich mit Tränen in den Augen und eienr Dose Stiegl vor den Schaukästen und werde unendlich glücklich sein.

Dave und ich umarmten uns, big hugs, zum Abschied und bis bald und ich taumelte mehr aus der Gold Mine, als dass ich gegangen wäre und mein Kopf sirrte und bevor ich wieder in mein Apartment zurückging wollte ich noch ganz in Ruhe ein Bier irgendwo trinken und meine Gedanken ordnen und ich betrat irgendwo ein Lokal und setzte mich an die Bar und bestellte ein Bier und erst mit der Zeit merkte ich an den Bildern an den Wänden (alles Männer mit sixpacks), dass ich in einer Schwulenbar war und hier nur Männer verkehrten und dann setzte sich sogar ein etwa Dreißigjähriger zu mir und legte mir seine Hand auf den Oberschenkel und es war einfach lustig. An solchen Tagen kann einem ohnehin nur Gutes widerfahren.

 

 Koffer, Koffer, Koffer - kurz vor der Abreise von New Orleans nach St. Louis

 

St. Louis März 2014

 

Kaum waren wir in St. Louis angekommen, schon waren wir von unseren Hausherren, den wunderbaren Weldons, zur Geburtstagsfete des Blues-Säners David Dee eingeladen. 

Das ist vor allem St. Louis
Das ist vor allem St. Louis

St. Louis ist für mich ein Ort, wo ich es gut und gerne einige Wochen aushalten könnte, um an einem Buch zu arbeiten, Leute zu treffen, Musik zu hören, die Umgebung abzuklappern, einen Abstecher hinunter nach New Orleans oder Mempfhis (oder vielleicht nach Innsbruck, einem Ort der eine Autostunde von St. Louis entfernt liegt) zu unternehmen und ganz in der Gegend und der Arbeit und mit den Menschen dort aufzugehen. Bei St. Louis fasziniert mich die Melancholie, die Weite. Es ist eine Stadt, die in viel zu großen Schuhen drauflos marschiert.

Wieder bei den Gass - wunderbar
Wieder bei den Gass - wunderbar
Er ist ein ganz Großer!!!!!!!
Er ist ein ganz Großer!!!!!!!

St. Louis ist mir ans Herz gewachsen. Bill und Ann, Cathy und ihr Ehemann vom Porch. Hätte ich die Möglichkeit in St. Louis einige Zeit zu leben, mein Zentrum wäre wohl das Meschuggah Cafe, denn an diesem Ort fühle ich mich immer wohl und fast schon glücklich. Das geht sogar noch in meinem Alter.

Vor dem Geburtshaus von Miles Davis. Hier fliegen die Kugeln äußerst flach. East St. Louis
Vor dem Geburtshaus von Miles Davis. Hier fliegen die Kugeln äußerst flach. East St. Louis

William S. Burroughs ist standesgemäß auf dem Nobelfriedhof des Bellefontaine im Kreise seiner Familie begraben, wobei es 1997 einige Troubles gab, weil Leute nicht wollten, dass er hier seine letzte Ruhestätte findet. Jedenfalls mit dem Löffel, einer Tube Methadon, Kugelschreibern und Plastiktomaten hat er seine wichtigsten Utensilien bei sich. Auch Tennesse Wiliams ist beim Nachbarfriedhof begraben. Hab gar nicht gewusst, dass T. aus St. Louis stammte.

San Francisco März 2014

Mit Francesco, Poet and Painter in San Francisco, im Specs
Mit Francesco, Poet and Painter in San Francisco, im Specs

Die Lesung bie den Subteraneans in St. Louis, wo Ann & Bill Gass unter den Zuhörern waren, ebenso wie die Weldons.

San Francisco war wieder einmal ein Höhepunkt der besonderen Art. Die Leute am North Beach und im Mission District sind unvergleichlich.Wir drei (Magdalena, Heinz und ich) sind als die "Two Austrians of North Beach" bereits eine fixe Größe in der literarischen Szene der Stadt und das sage ich ohne Übertreibung. Großartig war natürlich der Auftritt im Goethe Institut am Eingang zum Chinesenviertel vor großem Publikum und es war wirklich eine tolle Veranstaltung.

Eine Wahnsinnsüberraschung war dann auch die Mitteilung, dass wir für unser Buch "The two Austrians of North Beach" und für die Vermittlung amerikanischer underground-literature in Europa (sprachsalz) für den "Kathy-Acker-Award" nominiert wurden, der im Juni überreicht wird. 

Warum wir zu dritt the "Two Austrians" sind ist eine eigene lustige Geschichte, die ich woanders einmal erklären muss. Mit dem Award wurden und werden uns natürlich viele Türen geöffnet. So gabs sofort wieder eine Einladung vom Goethe-Institut in San Francisco und auch die Möglichkeit beim Litquake-Festival aufzutreten. Das Lit-quake ist das größte Literaturfestival der Westküste, an dem 800 Autoren teilnehmen.

Sogar das Kulturinstitut in New York hat der Kathy-Acker award anscheinend beeindruckt. Sie haben uns ins Herbstprogramm aufgenommen, wo wir als Teilnehmer für die lange Nacht der europäischen Literatur in New York vorgesehen sind. 

Im österreichischen Kulturinstitut - ein wunderbarer durch und durch österreichischer Platz - wunderten sich die dortigen Beamten schon seit Jahren wegen den komischen drei älteren Figuren, die immer wieder auftauchten und bei Veranstaltungen im amerikanischen Literatur-Untergrund aufschienen. Man war sich nciht sicher, was mit den drei anzufangen sei, sind sie Schaumschläger, ist es ernst, denn schließlich kamen wir auf keinen der üblichen Wege daher (kein Verlag, keine Institution), und das ist den Österreichern verdächtig. Aber jetzt scheinen sie auch aufzuspringen. Schließlich ist "Kathy Acker" in bestimmten Kreisen eine fixe Größe der Literatur und schließlich wird dieser award USA- weit medial bearbeitet. 

Im Aosta Tal - September 2013

 in Dalmazzo
in Dalmazzo

 

 

 

Es war fast unerträglich und sehr berührend mit Alan vor dem Monument des italienischen Partisanen Spada zu stehen, der seiner Mutter das Leben gerettet hat. Spada wurde bald darauf von SS Männern gefangen und gehängt, was die Mutter von Alan mit einem Fernglas mitansehen musst. Als vierzehnjähriges jüdisches Mädchen kam sie in das KZ in Cuneo, wo sie flüchten konnte und wo sie Partisanen aufnahmen und sie über zwei Jahre versteckten und ihr das Überleben ermöglichten. Wenn man solche Geschichten hört, dann sieht man wie nahe Himmel und Hölle auf Erden beisammen sind.

Eine kurze Pause irgendwo im Aostatal
Eine kurze Pause irgendwo im Aostatal

Florenz im September 2013

Auf den Spuren der Mutter von Alan

Performance in Florenz
Performance in Florenz

Bei der Premio Galileo Verleihung in der alten Oper von Florenz, zusammen mit Ron Kolm (New York, 3. v. l.), Alan Kaufman (San Francisco, ganz rechts) und Heinz D. Heisl (ganz links). Shalom Newman hat einen großen Preis für seine Kunst erhalten und wir durften bei seiner Performance auf der Bühne unsere Show abziehen.

 

 

USA März 2013

Vom 12.3. - 31.3. 2013 unternahmen M. Kauz, H. D. Heisl und ich eine Tour durch einige amerikanische Städte: Start in New York mit einem Abstecher in den Norden nach Hudson zu G. Malanga, dann nach St. Louis mit einem Besuch bei William & Ann Gass, weiter nach New Orleans zum Tennessee Williams Festival und schließlich und vor allem nach San Francisco.

 

Einer der Gründe für unsere Reise war die Präsentation und die Promotion für unser neues Buch "The two Austrians of North Beach", das wir drei gemeinsam mit dem Siemart Verlag herausgebracht haben. Drin sind Texte in amerikanisch von Heinz, Magdalena und mir.

 

Wo  sich alle - vor allem Dichter -  am North Beach treffen, ist das Caffe Trieste. Die Bedienung ist so etwas von unfreundlich, dass man sie schon wieder ins Herz schließt. Wer ein Sandwich bestellt, dem kann es schon passieren, dass der Junge hinterm Tresen meint, er habe heute keine Lust, ein Sandwich zu machen. Diese Unfreundlichkeit hält Touristen ab, hier zu verweilen, so bleiben die Dichter zumeist unter sich. Das ist auch ein Vorteil.

Es gibt unangenehmere Momente im Leben, als vor dem City Light Bookstore in SF zu stehen und unser gemeinsames Buch in der Auslage zu entdecken. Da bleibt einem nichts anderes übrig, als ins benachbarte Vesuvio zu pilgern oder die Columbus zu überqueren und im Specs auf ein Bier (unter Umständen auch noch mit einem Wodka) zu gehen.

 

 

In Hudson/NY legten wir unseren ersten Zwischenstopp ein. Dort besuchten wir Gerard Malanga. Unter anderem hatten wir ein ausführliches Gespräch über sein "Auguren" Buch, das in der edition baes herauskommen wird. Herrliche Porträts über Freunde, die "im Auftrag der Götter uns Botschaften überbringen, während sie den Flug der Vögel beobachten".

 

Ein Treffen der besonderen Art gabs in New Orleans. Ich war auf der Suche nach dem Verleger von Ruth Weiss. Ich hatte die Adresse von Dave Brinks, der das Buch "Desert Journal" von Ruth herausgebracht hatte. Wir kamen am Vormittag dort hin, aber da war alles verriegelt und vernagelt. Ich dachte mir schon, na ja, der Junge ist wohl in Konkurs gegangen mit seinem Verlag. Auf Mails und Telefonate reagierte er nicht. Von Ruth Weiss erhielt ich den Hinweis, dass Dave am ehesten im Goldmine Saloon, auch im French Quarter, anzutreffen sei. So war es dann auch. Ein wunderbares Treffen. Am Eingang zwei schwarze Kleiderschränke als Türsteher, aber als wir den Namen Dave Brinks fallen ließen, hellten sich die finsteren Gesichter auf. Dave stand hinter der Bar. Sofort waren wir miteinander klar, als ich ihm "mein" Ruth Weiss Buch zeigte. Aus einer Kiste - das ist sein Verlag - holte er sein Buch von Ruth heraus. Wir tranken Bier, er im Unterleibchen meinte, dass er mit dem Tanz Saloon Geld verdiene und jeden Donnerstag werde aus dem Saloon ein Literature Performance Salon. In all den Jahren hatten viele Größen der Beat-Literatur hier ihre performances. Auch erzählte er uns, dass sie kürzlich in einem Dachboden Kisten mit Texten, Tonbändern, Zeichnungen aus den Fünfzigern entdeckten. Ginsberg, Kerouac, Burroughs, Corso, etc... Unglaubliches Material, das sie jetzt sichten. Eine Uni in Delaware hätte ihm dafür einen fünfstelligen Betrag geboten. Er hat abgelehnt. Ein Hoch auf Dave. Er will beim sprachsalz vorbeischauen.

Dave Brinks hat mich wirklich nachhaltig beeindruckt. Hier stehen wir vor seinem Goldmine Saloon und er zeigt uns gerade den Weg zu einem Restaurant, wo wir dann exzellent gegessen haben. Das Essen in New Orleans ist ohnehin ein Hammer, also nichts für mich, ebenso wie ich das Klima nicht unbedingt schätze. Hitze und eine Luftfeuchtigkeit, dass man glaubt, man steht mitten in einem Aquarium. Aber Dave erzählte uns eine witzige Geschichte. Letzten Sommer war er am North Beach in San Francisco und er wollte einige Dichter treffen, aber, die waren alle bei unserem Festival in Hall. Jedenfalls will er auch unbedingt vorbeikommen und so wie ich ihn einschätze wird er das auch umsetzen, zumal er mit seiner Goldmine über genügend Bucks verfügt. Ein Dichter mit Erdung. Wunderbar.

In New Orleans trafen wir auch die Veranstalter des Tennessee Williams Festivals. Wir vereinbarten  eine Zusammenarbeit und sie wollten uns auch unterstützen, wenn wir Autoren, mit denen sie bereits zusammengearbeitet haben, einladen sollten.

 

Alle in St. Louis fragten uns, verdammt was macht ihr in dieser Stadt. St. Louis ist eine Stadt, die massiv beim Untergehen ist. Es hat noch den Klang aus alten lebhaften Tagen, das Heute ist dort eher trist. Die Wiener würden das morbid nennen. 

Bill Gass hat uns auf die Frage, wie er hierher gekommen ist, einfach gesagt: der Job. Die Washington University hat ihm Ende der Sechziger einen Job als Philosophie Professor angeboten, drum ist er in St. Louis. Seine Frau Ann und er sind so etwas von gastfreundlich und herzlich, dass jedes Treffen mit den beiden eine ganz große Freude ist. Bill signierte für uns ganz bereitwillig und ohne Murren seine Bücher. Er hat viel Humor und kann sich über seine Arbeit sehr lustig machen. Er ist ohne Zweifel einer der größten Schriftsteller Amerikas, aber das interessiert ihn einen feuchten Dreck.

Bill beim Signieren

 

 

Bill beim Signieren

 

Mit Bill und Ann im Haus von Scott Joplin, der mit seinem ragtime Furore machte.

 

Ein gemütliches Frühstück mit L. Ferlinghetti in the "Ramp" im Hafen von SF.

Lawrence Ferlinghetti in The Ramp, wo viele Freunde und Bekannte vorbeischauten. Er is ein magnetischer magischer Punkt im Leben von San Francisco.

 

Über Vermittlung von Norbert Gstrein trafen wir Alan Kaufman, ein großartiger Schriftsteller und ein wunderbarer Mensch. Auf Anhieb waren wir uns sympathisch und seine Romane und seine Bibel über die Outlaw Literature Amerikas sind wahre Hämmer.

 

Alan Kaufman im Cafe Trieste

Im Trieste mit Ruth Weiss und Jack Hirschman und auch (leicht verdeckt) George Long, der viele Auftritte mit Ruth als Saxafonist zurück bis in die Achtzigerjahre hatte.

Am North Beach in der Galerie Emerald Tablet hatten wir eine Lesung, wo wir unser Buch vorstellten. Aggie Falk las meine Texte in English

Bei unserer Lesung im Emerald Tablet, wo Jack Und Alan auch im Publikum waren.

Mark - der Beat Cop of North Beach. Er kennt sich in der modernen Literatur aus wie ganz wenige, wobei er einen Faible für die französischen Surrealisten hat. Manchmal machte er uns die Freude und las eigene wunderbare Gedichte vor. Ihn kennen alle und ihn respektieren alle als old fashioned San Francisco Cop. Im Tosca zeigte er uns die geheimen Hinterzimmer, Magdalena nahm er auf einer Streife mit, wo es dann sogar zu einer Verhaftung kam - Drogen Drogen Drogen und ein guy mental instable, wie Mark nachher meinte.

USA März 2011

Bei unserem Trip 2011 hatten wir uns vorgenommen, an einigen markanten Literaturplätzen in San Francisco unsere Texte vorzutragen. So hatten wir events im Beat Museum am Broadway, in der free spech zone im Mission District und in der legendären Buchhandlung city light books von Lawrence Ferlinghetti

Kurz vor der Lesung im City Lights Bookstore
Kurz vor der Lesung im City Lights Bookstore
Lesung City Lights Bookstore
Lesung City Lights Bookstore
Ankündigung Lesung City Lights
Ankündigung Lesung City Lights

Am 21.3.2011 hatten wir eine wunderbare Lesung im legendären City lights bookstore in der Columbus street in San Francisco.

Bei Jack Hirschman zuhause
Bei Jack Hirschman zuhause

 

 

 

Ruth Weiss vor dem Eingang zum legendären "Cellar", wo sie bereits 1952 Poetry Abende gemeinsam mit Jazz Musikern organisierte. J. Kerouac nahm diesen Ort als Vorlage für seine "Subterraneans"

Am 26. Oktober 2010 hatten wir (Heinz, Jimmy und ich) eine Lesung im "Bowery Poets Club", wo auch die Beat-Dichterin Hettie Jones vorbeischaute. Leider konnte niemand vom österreichischen Kulturinstitut in NY dabei sein, weil an diesem Tag just der österreichische Staatsfeiertag war und österreichisch-monarchistisch-wienerische Beamte an so einem hohen Festtage frei zu haben haben. Vurschrift is Vurschrift. Trotzdem bedauerten sie - ebenso in österreichischer Manier - zutiefst ihr Nicht Kommen können. Aber dasnächste Mal.

 

 

 

Im Oktober 2010 waren wir auf Besuch bei Charley Plymell, dem Autor von "The last of the Moccasins" und "Tod in Dodge City", etc. Er lebt in Cherry Valley, ganz in der Nähe von Cooperstown (Fennymore-Museum), jenem Ort wo der Baseball "erfunden" wurde.

 

 

Magddalena Kauz, Gerard Malanga und Charley Plymell in einem Buchladen in Cooperstown, Oktober 2010

Neeli Cherkovski und Aggie Falk

Maketa Groves und Neeli Cherkovski im Specs, eins der wenigen Lokale, wo nur Künstler verkehren, man immer einen interessanten Gesprächspartner findet, die wunderbare Chefin aus der Mongolei zwischendurch einen Drink spendiert und im ganzen Lokal kein Screen die Unterhaltungen stört.

Mein Gott! Das literarische Magnetzentrum ist noch immer die Straßenecke Columbus/Broadway mit dem Cafe Trieste, dem City Lights Bookstore, dem Beatmuseum, dem Specs und last not least dem Vesuvios. Jackie hält stets seinen schützenden Blick über all die Verrückten in dieser Gegend.

Bei Mc Sweenies

Mit Ruth Weiss im Specs

Die Chefin vom Specs, die so manchen Wodka springen ließ
Die Chefin vom Specs, die so manchen Wodka springen ließ
Ali Mongo und Jimmy, immer noch im Specs
Ali Mongo und Jimmy, immer noch im Specs

Notiz zur Lesung in city lights bookstore in Jack Hirschmans Taschenkalende.

 

Am 27.3.2012 hatten wir die Möglichkeit den großen amerikanischen Schriftsteller und Philosophen William H. Gass bei ihm zu Hause in St. Louis, MO. in der Westminster Av. zu besuchen. Es war ein herzliches, langes Treffen bei gutem Bier und mit von seiner Frau selbstgebackenen Köstlichkeiten. Er schüttelte auch einige Anekdoten über seine Kollegen aus dem Ärmel, wie über A. Miller, A. Ginsberg, Borges, etc. Ein wunderbarer Nachmittag auf dem Gelände der Washington Universität.

Junge Dichterin im Meshugga
Junge Dichterin im Meshugga

 

Meshugga - das Cafe in St. Louis

 

Das Meshugga Cafe schräg gegenüber vom "Blueberry Hill" im Delmar Blvd. ist ein Treffpunkt für Dichter, wo fast alle an ihren Manuskripten arbeiten. Das kleine Lokal hat diese magnetische Anziehungskraft, wie es z.B. "the sweet little girl", ganz vertieft über ihrem Text sitzend ausstrahlt. 

 

Immer wenn wir auf dem Weg zu Bill Gass waren, der nur zwei Ecken weiter wohnt (auf dem Gelände der Washington Universtiy), dann schauten wir jedes Mal im Meshugga vorbei, vorher und nacher und auch sonst bei jeder Gelegenheit. Und hoffentlich kommen wir sehr bald wieder nach St. Louis, MO und ich weiß schon heute, dass einer der erstten Wege uns ins Meshugga führt und hoffentlich sind immer noch die wunderbaren Dichter dort.

Beim Abschied vor seinem Haus, aufgenommen von seiner Frau. Sie ist Architektin und Bill meinte: Wenn jemand meine Bücher nicht mag, dann braucht er sie nur zuzuklappen. Bei einem Haus geht das nicht so einfach.

 

 

 

Lawrence Ferlinghetti bei ihm zu Hause am North Beach

 

Bei einem gemütlichen Abendessen im Haus von Ferlinghetti gab es jede Menge Gespräche über Literatur. Jack and Lawrence kennen Gott und die Welt was Literatur betrifft. Lawrence hat einen trockenen Humor. Nach dem Essen trugen - so wie auch bei anderen Einladungen - eigene Gedichte vor. Die Poetry hatte hier in San Francisco einen ganz anderen Stellenwert. Alle schreiben Poetry. Lawrence zitierte sein erstes Gedicht, das er 1951 in San Francisco schrieb.

 

 

 

Das Foto schoss Magdalena Kauz, unsere Fotografin. Perfekt wie immer. Dann ging es wieder hinaus in die romantischen Straßen von San Francisco.

 

Mit Maketa Groves, Jack Hirschman, Lawrence Ferlinghetti im Caffe Trieste. Im Hintergrund unser SF Cop Mark - an old fashioned cop, den alle am North Beach kennen und lieben, vor allem die Künstler.

 

im Caffe Trieste

Rom 2009

2009 hatten wir die Möglichkeit ein Monat in Paliano bei Rom zu verbringen. Hier vor dem Grab von Beatlegende Gregory Corso im cementario acatolica. In seiner Nachbarschaft seine Freundee Keats und Shelley.

Heinz im cemtario acatolica in Rom
Heinz im cemtario acatolica in Rom

Letzte Publikationen

2.Auflage

Wie geht's

Gedichte

v. Elias Schneitter

erchienen bei: Stadtlichter Presse Hamburg

 

Zirl  Buch

 

 

"Zirl - Heimat" - Das war eine Schweinearbeit. Aber jetzt ist es endlich geschafft. Viel über Zirl und das meiste davon findet man nicht im Internet.

Max von Gutleben (alias E. Schneitter) Dieses Buch ist die Geschichte zweier ganz unterschiedlicher Brüder, die nur eines gemeinsam haben: Beide scheitern in allen Lebensbelangen. Aber wie heißt es so schön: Das Leben geht weiter, auch für die Brüder...

 

 

 

 

High sees ist die Geschichte von Herrn Ernst, der als Alleinunterhalter auf einem Kreuzer durch die Weltmeere segelt. Engl. Ausgabe